CA Immo ist dafür bekannt, innovative, besondere und in gewisser Hinsicht auch sehr mutige Projekte umzusetzen, die dann als Landmarken den jeweiligen Standort prägen. Ein solch prägendes Projekt ist auch das Büroensemble MY.O („My Office“) mit seinen flexiblen Büroflächen im Münchner Stadtteil Nymphenburg. „Das Gebäude ist etwas ganz Besonderes. Es sticht heraus und zwischen den ansonsten eher schlichten weißen Bürobauten entlang der Bahnlinie bietet es dem Auge einen grünen Anker“, bestätigt Christian Loher, der mit der omnicon Gesellschaft für innovatives Bauen mbH, einer Tochtergesellschaft der CA Immo, das Construction Management verantwortet hat. Das Grün der Fassade hatten die Architekten bereits im Wettbewerbsverfahren vorgeschlagen und sich damit auf die Münchner Tradition grüner Putzfassaden an historischen Verwaltungsbauten, wie beispielsweise einer noch bestehenden Polizeistation nahe des Stachus, verwiesen. „Der grün durchgefärbte Putz hat für viel Diskussionsstoff gesorgt, auch innerhalb des Projektteams. Er hat sich am Ende aber zum Glück durchgesetzt“, so Loher. „Ein Gebäude, das für Diskussion und die Auseinandersetzung mit Architektur sorgt, ist für eine Stadt durchaus belebend.“
„Für uns als Ausführende bot das Projekt eine gewisse geometrische Herausforderung, da wir für die parabelförmigen Rundbögen spezielle Schalungen anfertigen mussten und auch die Bewehrung nicht in gewohnter Weise verlegt wurde. Dennoch konnten wir die Rohbauphase effektiv durchtakten und den Rohbau fristgerecht fertigstellen.“
Fotos: © Oliver Heissner/oliverheissner.de
Das in mattem Hellgrün in Besenstrichtechnik verputzte, bis zu siebengeschossige Gebäudeensemble erhielt einen prägnanten Kopfbau an der Westseite, an den sich, entlang der Gleise Richtung Osten, drei weitere Gebäudeteile anschließen. Sowohl im Erdgeschoss als auch in den beiden Obergeschossen 5 und 6 erwecken Rundbögen die Aufmerksamkeit. Hierbei handelt es sich in den Dachgeschossen um zweigeschossige, im Erdgeschoss um überwiegend eingeschossige parabelförmige Bogenfenster sowie Arkaden und Durchgänge. Mit entsprechenden Holzsonderschalungen und großer Maßgenauigkeit erstellte die Köster GmbH die Bögen im Rohbau, so dass hier später die Aluminiumfenster problemlos eingepasst werden konnten. „Vor den Fenstern sitzt zudem ein hochwertiger, außenliegender Sonnenschutz, der, wenn er hochgefahren wird, in einer Art Tasche oberhalb der Fenster verschwindet und sich so exakt der ungewöhnlichen Fensterform anpasst“, erläutert Loher.
Während die unteren fünf Geschosse über die gesamte Länge von 250 m durchlaufen, sind die Geschosse 5 und 6 unterbrochen. Drei große Dachterrassen gliedern die Gebäudestruktur in vier getrennt voneinander nutzbare Einheiten und bieten gleichzeitig attraktive Außenbereiche für die Penthousebüros. Ergänzt wird das Ensemble von einem fünften, separat stehenden Solitärbau an der Nordseite. Wegen eines großen Höhenversprungs im Gelände wurde hier eine große Freitreppe angelegt.
„Wir waren sehr zufrieden mit dem Bauablauf und das Ergebnis hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Der Zeitablauf war sehr eng getaktet, trotzdem konnten alle Mieter auf den Tag genau pünktlich einziehen.“
„Eine weitere Besonderheit bei dem Projekt war, dass unter Berücksichtigung der so genannten „Zone Ökologische Vernetzung“ 52 Zauneidechsen umgesiedelt und auf eine Ausgleichsfläche gebracht werden mussten“, erinnert sich Projektleiter Loher. „Aber auch darin haben wir viel Erfahrung und arbeiten hier eng mit dem Naturschutz und entsprechenden Fachgutachtern zusammen.“
Das Bauen in München-Nymphenburg - jedenfalls, sofern es sich um eines der Grundstücke nahe der S-Bahn-Gleise handelt - ist auch sonst für die ausführenden Baufirmen immer mit einer herausfordernden Logistik verbunden. Das Büroensemble „MY.O“ entstand auf einer ehemaligen Bahnfläche in kurzer Distanz zur S-Bahn-Haltestelle Laim. „Eine Anforderung war für uns, dass die Baukräne aus Sicherheitsgründen nicht über die Gleise schwenken durften“, erklärt dazu Andreas Stumpf, Projektleiter bei der Köster GmbH Hochbau München. Zudem musste der Verlauf des stark frequentierten Radwegs zwischen Hauptbahnhof und Pasing weiterhin gewährleistet sein, was in diesem Fall bedeutete, dass eine Fahrradrampe nördlich des Solitärs gebaut wurde, die auch weiterhin vom Bauherrn betrieben werden muss. „Insgesamt stellten für uns allerdings weder diese Vorgabe noch die beengte Baustellensituation ein wirkliches Problem dar“, so Stumpf. „Wir konnten den Rohbau trotz eines straffen Zeitplans dank des Köster-Prozess-Systems termingerecht fertig stellen.“
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